Die Heldenreise am Beispiel des Films Shrek

Handlung

Shrek ist ein Oger, der in einem gemütlichen Heim in einem Sumpf haust und einfach nur seine Ruhe will. Gelegentlich muss er Lynchmobs vertreiben, aber ansonsten lebt er seinen Traum. Bis er einem sprechenden Esel das Leben rettet, der ihm nicht mehr von der Seite weichen will. Schlimmer: Lord Farquaad straft die Rettung, indem er andere Fabelwesen in den Sumpf abschiebt. Um seinen Sumpf für sich zurück zu gewinnen, sucht Shrek den kleinen Lord auf und stimmt zu, Prinzessin Fiona aus einer Burg zu retten, die von einem Drachen bewacht wird. Je näher er der Erfüllung seiner Aufgabe kommt, umso mehr wird ihm klar, dass es etwas noch viel Schöneres gibt, als seine Ruhe zu haben.

Warum „Shrek“?

Shrek ist ein unterhaltsamer Film, an dem man sich hervorragend das Konzept von Christopher Voglers Heldenreise veranschaulichen kann, genau wie John Trubys Konzept von Need und Desire. Letzteres besagt, dass die Dinge, nach denen eine Figur strebt, nicht zwingend das sind, was die Figur braucht.

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Change Prozesse am Beispiel des Films Invictus

Vorwort

Südafrika, 1994. Nelson Mandela gewinnt vier Jahre nach seiner Entlassung von Robben Island, wo er mehr als 20 Jahre als politischer Gefangener inhaftiert gewesen war, die Präsidentschaftswahlen. Die Meinungen darüber sind gespalten – von den Schwarzen wird er geliebt, die Weißen misstrauen ihm, fürchten Rache für die Apartheid. Eines von Mandelas wichtigsten Zielen ist es, die Kluft zwischen weißer Minderheit und schwarzer Mehrheit zu überwinden und die Wunden, die die Apartheid in den Seelen der Bevölkerung hinterlassen hat, zu heilen. Dazu bedient er sich unter anderem der vom Misserfolg gepeinigten Rugby-Nationalmannschaft Springboks, zu diesem Zeitpunkt noch Symbol der weißen Herrschaft und den Schwarzen ein Dorn im Auge. Mandela verhindert, dass die Mannschaft vollkommen umgestaltet und damit den Weißen entrissen wird. Er gibt dem Teamkapitän Francois Pienaar den Auftrag: Gewinnt die Weltmeisterschaft.

2010 kam Clint Eastwoods Film Invictus in unsere Kinos. Er entstand auf der Basis des Sachbuchs Der Sieg des Nelson Mandela: Wie aus Feinden Freunde wurden von John Carlin aus dem Jahr 2008.

Der Film ist besonders deshalb faszinierend, weil es darin um keinen Kampf Gut gegen Böse geht. Es muss kein übermächtiges Imperium bezwungen, kein Ring nach Mordor gebracht werden. Es geht darum, ein Trauma zu heilen, das über die Nation Südafrika hinausgeht, das die Menschheit seit Jahrtausenden heimsucht: Rassismus. Nicht in einem rein fiktiven Werk, sondern in einem Film, der auf wahren Begebenheiten beruht.

Ziel dieses Artikels ist es, die Erzählstruktur von Christopher Voglers Reise des Helden sowie das Organisationsentwicklungsmodell Die 7 Phasen von Veränderungsprozessen anhand mehrerer im Film (und damals auch in der Realität) verlaufenden Change Prozesse zu veranschaulichen.


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Liebe Leser!

Es freut mich außerordentlich, dass ihr so zahlreich Teil hattet an der allesübertönenden … Stille. Ja, es war ruhig hier das erste Viertel von 2015. Viel zu ruhig. Hier zum Warum: Es ist noch nicht ganz ein Jahr her, da habe ich mir in den Kopf gesetzt, ich wolle unbedingt meinen Bachelor in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft zu Ende bringen. Damals waren noch zwölf Prüfungen übrig und die Deadline meiner zweiten Bakk-Arbeit rückte näher und näher. Die Arbeit ist inzwischen abgegeben; von den Prüfungen stehen die letzten drei vor der Tür. Besonders die letzten Prüfungen haben mich ziemlich geplagt. Der März war für mich als Student die Hölle. Für mich als Mensch war’s auch nicht leicht. Für mich als Autor, als Geschichtenerzähler hingegen …
Ich kriege am laufenden Band Signale, dass genau das der richtige Weg für mich ist. Am 21. März hatte ich die Ehre, beim Open Stage Event des Vindragona Festivals für Phantastik zwei meiner Texte vorzutragen – erst Ich bin Autor, danach Der gute Geist in der Damentoilette.
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Wozu eigentlich Weihnachten?

Stille Nacht, heilige Nacht, alles schläft – von wegen! Studenten machen die Nächte durch, Arbeiter schieben schier endlose Überstunden, jeder hetzt von Geschäft zu Geschäft, nur um auch ja alles bis Weihnachten fertig zu bekommen. Um sich dann an einem Abend mit seiner Familie zu treffen, Zeit miteinander zu verbringen, einander Geschenke zu machen; kurz: Ein Abend zur Freude.
Aber brauchen wir dazu eigentlich unbedingt einen Feiertag, an dem man offiziell die Geburt von jemandem feiert, der eigentlich irgendwann vier Jahre früher und noch dazu im Sommer zur Welt kam? Muss man sich echt durch die Adventzeit stressen, um seinen Lieben eine Freude zu machen, sie zu treffen und Zeit mit ihnen zu verbringen? Müssen wir uns so dringend all die Pflichten und Erwartungshaltungen aufladen, die mit diesem „Fest der Besinnung“ einhergehen?
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Bakk-1-Arbeit: Berichterstattung zu Fantasy und Science Fiction – Exposé

Einleitung

Avatar, Game of Thrones, Star Wars, Star Trek, Stargate, Battlestar Galactica, … Werke der Genres Fantasy und Science Fiction erfreuen sich großer Beliebtheit – egal ob als Bücher, Kino- bzw. Fernsehfilme, Serien, Computerspiele oder gar mehr oder weniger klassische Spiele mit Würfeln und Spielbrett. Beide Genres sind bei weitem nichts Neues; immerhin haben J. R. R. Tolkien den „Herrn der Ringe“ in den 1950ern und Jules Verne über hundert Werke sogar im 19. Jahrhundert veröffentlicht.

Doch so beliebt die Stilrichtungen auch bei vielen Menschen sind – die Verkaufszahlen sprechen für sich – werden sie von den Anhängern der „alten Meister“ wie Goethe und Schiller häufig belächelt und herabgewürdigt. Ein beliebter Vorwurf von dieser Seite ist, Fantasy und Science Fiction regen zu Eskapismus (Realitätsflucht) an.

Aber auch Organisationen wie die Katholische Kirche und teils ganze Staaten reagieren auf manche Werke mit Protest und Empörung; und manchmal stößt sogar diese Empörung auf Empörung. Zum Beispiel Äußerungen des Windischgarstner Pfarrers Gerhard Maria Wagner, Harry Potter würde zum Satanismus verleiten. Oder als China sich durch das imperialistische und ausbeuterische Gehabe der menschlichen Kolonisten im Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ kritisiert sah.
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