Ode an die Nacht

Muss die Nacht denn Schrecken sein?
Ist nicht gerade dann die Freiheit mein?

Sie bietet Blick auf Lichtermeere,
ob am Himmel oder auf der Erde,
vom Menschen halb zum Tag verwandelt,
so wird sie doch als Nacht behandelt.

Lässt uns sein, wer wir sein wollen,
zwingt uns nicht in Alltags Rollen,
sagt nicht, was wir tun und lassen sollen,
sondern lässt uns nach Belieben tollen.

Kann ich nicht im Dunkeln gehn,
von neugiergen Augen ungesehn,
kann ich nicht gestalten meine Reise,
wie ich’s wünsch in Ziel und Weise,
bin ich dabei nicht ungestört,
mit Vorsicht gar ungehört?
Wozu Angst und Sorge vor der Nacht,
ist sie’s, die erst vieles möglich macht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s